Epigard ist ein Hautersatz zur temporären Wundabdeckung. Er führt durch Wundreinigung und gleichzeitige Aufrechterhaltung des feuchten Milieus zur optimalen Konditionierung des Wundgrundes für spätere Hauttransplantationen.

Epigard ist auch geeignet zur ausschließlichen Behandlung von jeglichen Defektwunden mit ebenem Wundgrund ohne anschließende Hauttransplantation. Epigard ist aus einem nichttextilen, zweischichtigen Kunststoffmaterial ohne Zusätze: Die Oberseite besteht aus einer dünnen, mikroporösen Folie. Sie ist luft- und wasserdampfdurchlässig. So kann sich kein Sekretstau bilden, dennoch ist die Wunde vor von außen eindringenden Bakterien oder Flüssigkeiten geschützt.

Die Unterseite bildet eine offene Matrix aus elastisch-weichem Polyurethan. In der feinporösen Struktur haftet das Wundexsudat, das beim Wechsel mit dem nekrotischen Gewebe abgenommen wird. Bereits während der Phase der mechanischen Wundreinigung kommt es zum Einwachsen von Fibroblasten und Gefäßen in das Wundgebiet und den offenen Polyurethanschaum. Im Allgemeinen ist die Wunde bei täglichem Wechsel von Epigard innerhalb kurzer Zeit für die spätere Transplantation konditioniert.