1. Bohren: Nach der Reposition des Fragmentes muss eine Bohrung im Durchmesser (Ø) des gewünschten Polypin:

1,5 mm Ø für den Polypin 1,5 mm

2,0 mm Ø für den Polypin 2,0 mm

2,7 mm Ø für den Polypin 2,7 mm

möglichst senkrecht zur Frakturoberfläche erfolgen.

Wenn mehr als ein Polypin zur Fixierung verwendet wird, sollten die Bohrungen konvergent und nicht parallel verlaufen. Dadurch wird ein festerer Sitz des Fragmentes gewährleistet.

 2. Länge messen

Nachdem die Feststellschraube gelöst ist, muß die Meßspitze des entsprechenden Längenmeßgerätes bis zum Ende des Bohrlochs eingeführt und die Tiefe des Bohrkanals bestimmt werden. Danach wird die Feststellschraube angezogen. Dadurch wird die gemessene Länge direkt auf die hinten arretierte Schneidlehre übertragen. Beim anschließenden Abscheren des Polypin wird dieser ca. 1 mm kürzer als die gemessene Bohrtiefe sein.

3. Kürzen des Polypin

Der Polypin wird mit dem Köpfchen zuerst bis zum Anschlag in die Halterung am hinteren Ende des Meßgerätes geschoben. Anschließend muß er mit der Halteschraube fixiert und der Scherkopf so aufgesetzt werden, daß der darauf angebrachte Pfeil sichtbar ist.

Das Drehen des Scherkopfes in Pfeil- richtung schneidet den Polypin in der gewünschten Länge ab.

ACHTUNG : Scherkopf nicht gegen die Pfeilrichtung drehen.

Dadurch kann der Polypin gegen die Halteschraube gedrückt und verformt werden.

4. Anphasen der Polypinspitze

Zum leichteren Einbringen wird der Stift mit dem Anspitzer angephast. Dazu muß er nach dem Entfernen des Abscherteils etwas aus dem Längenmeßgerät heraus-geschoben und erneut mit der Halte- schraube fixiert werden. Anschließend den Polypin wie einen Bleistift mit dem Anspitzer leicht anphasen.

5. Einschlagen des Polypin

Zum Einbringen des Polypin werden der spezielle Einschläger und ein Hammer verwendet. Den Bolzen aus dem Einschlä- ger herausziehen und den Polypin mit der Spitze voran hinten in die Hülse stecken. Den Bolzen wieder einsetzen und langsam nach vorn schieben, bis die Spitze des Polypin sichtbar wird. Die Spitze des Polypin in das Bohrloch stecken und den Einschläger senkrecht zur Fragment- oberfläche am Bohrloch aufsetzen. Achten Sie darauf, daß der Polypin beim Einschla- gen nicht verkantet. Anschließend wird der Polypin vorsichtig in den Bohrkanal einge-schlagen, bis das Köpfchen unterhalb des Niveaus der Fragmentoberfläche sitzt.

ACHTUNG: Beim schrägen Aufsetzen kann der Einschläger abrutschen, der Polypin abbrechen und der weiße Führungseinsatz des Einschlägers beschädigt werden.

Hinweis:

Wenn mehr als ein Polypin verwendet wird, sollten die Stifte konvergent zueinander angebracht werden und nicht parallel. Dadurch wir eine bessere Fixierung des Fragmentes gewährleistet.